Ultra Bike 2016 – Wenn man sonntags sonst nichts zu tun hat

116 km 3150 HM Matsch, Regen, Qual und Spaß

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Das war er, der Ultra Bike 2016. Am 19.6.2016 um 14:45 Uhr war er Geschichte. Eine tolle Erfahrung und mit Sicherheit werde ich ihn so schnell nicht vergessen. Der Reihe nach:

Der Kirchzartener Marathon zählt seit vielen Jahren zum Pflichtprogramm meiner Mountainbike Sommersaison. Regelmäßig bin ich die Marathon Distanz über 77 km gefahren. Über die Jahre habe ich mich von ursprünglich fast 6 Std. auf eine Zeit von 4:30 Std. im letzten Jahr verbessert. Und so sollte es auch dieses Jahr wieder werden. Ziel war es, das Ergebnis des vergangenen Jahr zu verbessern. Und so trainierte ich im Winter wieder mein gewohntes Pensum auf meinem Kettler Ergometer und bei einigermaßen gutem Wetter mit dem Mountainbike im Freien. Alles ohne größeren Stress und Plan.

Dann kam irgendwann im Januar eine WhatsApp von meinem Bruder: „Hab mich in Kirchzarten angemeldet…“. Prima, dachte ich, dann können wir  ja gemeinsam fahren. „…über die Ultra Distanz.“. Über was? Die Ultra Distanz? 116 km und 3150 HM? Mit dem Mountainbike? Im Gelände? Noch nie in meiner MTB Karriere bin ich über 100 km am Stück und mehr als 2200 HM während einer Tour gefahren. Und dann das Ganze bei einem Rennen? Das war für mich komplett unvorstellbar. Von daher habe ich erstmal dankend abgesagt. Vorerst….

 

 

Die Idee ließ mich nämlich nicht los. Warum eigentlich nicht. Wenn man 80 km und 2000 HM in 4:30 Std. fährt, dann schafft man die restlichen paar Kilometer irgendwie doch auch noch. So schwer kann das doch nicht sein. Ja ja, so kann man sich irren….Jedenfalls war die Entscheidung dann getroffen. Der Ehrgeiz hatte über die Vernunft gesiegt. Allerdings wollte ich zunächst noch den restlichen Winter abwarten, das Trainingspensum etwas erhöhen und dann im April nochmal die Form testen. Wenn alles gut ging, dann sollte die Anmeldung erfolgen.

Gesagt, getan. Das Wintertraining wurde von 2 auf 3 Wochentage erhöht und zusätzlich gab es zwischendurch noch unregelmäßiges Krafttraining für Bauch, Rücken und Rumpf. Denn wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind es Nackenschmerzen auf Biketouren. Parallel zum Training wurden in Garmin Connect die durchgeführten Trainingseinheiten protokolliert. Das Portal bietet die tolle Möglichkeit, auch von anderen die Trainingseinheiten sehen zu können. Und so haben mein Bruder und ich uns gegenseitig „kontrolliert“ und versucht schon im Training immer die Nase vorne zu haben. Es folgten Stunden auf Rennrad, Mountainbike, Ergometer und ab und zu mit den Langlaufskiern im Schwarzwald. Auch der Pfingsturlaub im Club Magic Life in Rhodos bot tolle Möglichkeiten einige Mountainbike Touren zu fahren.

Mitte Mai war es dann soweit. Ich war ohne größere Probleme durch den Winter gekommen und auch die sonst üblichen Erkältungen haben mich verschont. Die Form war meiner Meinung nach ganz ok und so kam es, wie es kommen musste. Ich setzte mich an den PC und meldete mich über die Langdistanz an, ohne noch groß darüber nachzudenken. Kurze Zeit später war auch schon die Zahlungsbestätigung von Datasport im eMail Postfach. Jetzt war es passiert. Die Anmeldung war erfolgt. Sofort kamen Zweifel auf, ob und wie ich diese Strecke fahren sollte.

Noch vier Wochen bis zum Start. Ich entschied mich, das Trainingspensum nochmal zu erhöhen bzw. eine Bergtrainingswoche einzulegen. Leider spielte oft der Wettergott nicht mit. Immer wieder schüttete es auch Kübeln und die Motivation für eine harte Outdoor Trainingseinheit ging gegen null. Zum Glück hatte ich noch meinen Ergometer im Keller, auf dem ich zu der Zeit einige Intervalle gefahren bin, um die ausgefallenen Trainingskilometer zu kompensieren. Das Training war zwar nicht optimal, aber besser als gar kein Training.

….Fortsetzung folgt…..

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